Selten aber wahr: Heiraten während des Zivildiensts
Ich tätigte den Zivildienst in einem Seniorenheim, da ich Menschen schon immer gerne half und mich sozial engagieren wollte. Ich liebte die Arbeit mit den Bewohnern und kam gut mit der Grundpflege und anderen Aufgaben zurecht.
So hatte ich häufig Küchendienst, ging mit den Bewohnern spazieren, brachte sie ins Bett und hörte ihnen zu. Ich musste auch damit leben, dass jeden Monat mindestens eine Person im Altersheim gestorben ist und musste Privates und Berufliches streng trennen… doch auch nicht ganz, da ich während meines Zivildienstes auch meine zukünftige Frau kennen lernte: Maria, eine schlanke, junge Frau mit langen braunen Haaren, leuchtend blauen Augen und einem Lächeln, das ihre süßen Sommersprossen noch mehr zur Geltung brachte. Maria machte im Seniorenheim ein Freiwilliges Soziales Jahr. Als wir ein paar Mal zusammen Schicht hatten, verstanden wir uns immer besser und trafen uns auch privat. Wir verliebten uns schnell, so dass schon bald der erste Kuss folgte und dann sogar noch mehr…
Denn noch innerhalb des Jahres meines Zivildienstes entschlossen wir uns für die Hochzeit. Wir waren beide noch jung und unerfahren, doch waren uns sicher, für immer zusammen zu bleiben. Zum Glück konnten wir beide am gleichen Tag frei nehmen und luden sogar zwei nette Kollegen als Trauzeugen mit ein. Maria sah in ihrem Brautkleid einfach atemberaubend schön aus. Die braunen Haare hatte sie nach oben gesteckt und mit einer Schleife und Glitzer dekoriert. Ihr Anblick haute mich fast um. Gut, dass ich wenigstens noch „Ja“ sagen konnte und wir die Trauringe tauschten. Anschließend tanzten wir und feierten unseren besonderen Tag, um zwei Tage später wieder die Senioren im Heim auf Trab zu halten. Der Zivildienst ging schneller vorbei, als ich gedacht hätte. Doch schon allein, weil ich Maria dabei kennen lernte, werde ich ihn niemals vergessen!
Aktualisiert am 18. 04. 2011
Kategorie Hochzeit